Flöhe

Flöhe gehören zu den flügellosen Insekten. Sie leben parasitär vom Blut ihrer Wirtstiere. Sie sind nicht zwingend an einen Wirt gebunden und treten dort auf, wo sie entsprechende Lebensbedingungen vorfinden.

Allgemeines über Flöhe



Flöhe gehören zur Familie der flügellosen Insekten. In Mitteleuropa konnten bisher etwa 70 Arten nachgewiesen werden. Sie werden nach dem bevorzugten Wirtstier klassifiziert. Statt Flügel besitzen sie Sprungbeine. Sie gehören zu den schnellsten Springern im Tierreich. Flöhe besitzen in ihren Beinen sogenannte Resilinpolster. Das elastische Protein kann vor dem Sprung wie ein Bogen gespannt werden und ermöglicht auf diese Weise sehr weite Sprünge.

Schnelle Fortbewegung

Der seitlich abgeplattete Körper der Flöhe erlaubt ihnen eine rasche Fortbewegung zwischen Fell und Haaren. Flöhe besitzen übrigens keine Facettenaugen, wie andere Insekten, sondern ein Paar einlinsige Punktaugen. Ihre Mundwerkzeuge sind zu einem kombinierten Stech- und Saugrüssel umgeformt. Beim Saugen geht der Floh in einen regelrechten Kopfstand.

Harter Chitinpanzer

Flöhe schützen sich durch einen harten Chitinpanzer. Er macht es schwer, sie zu zerdrücken. Nach hinten gerichtete Borsten und Zahnkämme an Beinen und Körper sorgen dafür, dass sie sich gut im Fell oder in den Haaren festklammern können, was es schwer macht, Flöhe zu entfernen.

Lebensweise

Flöhe leben parasitär. Sie saugen sich mit dem Blut ihres Wirtstiers voll. Obwohl jede Flohart einen bestimmten Wirt bevorzugt, sind Flöhe nicht an diesen gebunden. Sie neigen aber dazu, sich an den Lebensraum des Wirts zu binden, beispielsweise an bestimmte Nester oder an einen Ort.




Alter

Flöhe gehören zu einer sehr alten Insektenfamilie. Erste Vertreter lebten bereit vor 135 Millionen Jahren und lassen sich bis in die Kreidezeit zurückverfolgen. Zwei Fossilien, die in baltischem Bernstein (ca. 64 Millionen Jahre alt) gefunden wurden, unterscheiden sich nicht von heute noch lebenden Arten.

Hygiene

Noch immer leben Flöhe dort, wo sie entsprechende Lebensbedingungen finden. Dass sie immer seltener am Menschen gefunden werden, hängt mit dem wachsenden Hygienebewusstsein zusammen und der Tatsache, dass die meisten Wohnungen regelmäßig vom Hausstaub befreit und heute vorwiegend Kunststoffpolster verwendet werden.